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Es werden Posts vom Juni, 2013 angezeigt.

Das Kinderheim Rafael bekommt neue Farben

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Im Rafael wird fleissig gearbeitet. Zuerst müssen alle Wände gereinigt werden, das ist eine grosse Aufgabe, haben doch die Kinder vieles mit Leim an die Wände geklebt. Risse und defekte Stellen werden ausgebessert, dann werden alle Räume neu gestrichen, zusammen mit den Kindern. Zum Schluss gibt’s gross Reinigung der Zimmer, alles sieht wieder schön aus. Die Kinder mussten zwar zuerst motiviert werden mitzuhelfen zu putzen, als aber alles fertig war, fanden sie "wau…wie schön unsere Zimmer nun sind, unseres ist das schönste fand jede Gruppe". Auch aussen wird das Haus neu gemalt. Damit werden wir noch etwas Arbeit haben. 
Aus Honduras grüsst Euch Heidi Zwicky





Es hätte ein früher Feierabend werden können... hätte!

Samstag ist in Honduras auch Arbeitstag. Zumindest bis Mittag. So waren wir von der Umbau-Crew bis 14.30 Uhr fleissig im Casa Girasol am Werk, damit das Dach nächste Woche steht. Dann wurde zusammen gepackt. Wir (Miguel und ich) fuhren die Bauleute nach Hause. Als der letzte abgeladen war, sollte es zum Einkauf für die Woche gehen und dann ab ins wohl verdiente Wochenende. Doch plötzlich stirbt der Motor des alten Pick-Ups ab. "Oje, haben wir wohl zuwenig Benzin?" Kurzerhand rufe ich Andreas an, und frage, ob er uns nicht ein paar Liter bringen könnte, was er auch tat. (Danke!) Doch der Wagen springt trotzdem nicht an. Miguel bastelt am Auto rum, checkt die Sicherungen usw. Rätselraten. Wir rufen einen Cousin an (irgendwie haben die Leute hier tausende Cousins, für jeden Fall einen - oder aber sie nennen ihre Freunde einfach Cousins, bin noch nicht drauf gekommen, was in diesem Fall zutrifft). Der war gerade auf dem Weg in den Ausgang, doch er kehrt um, mit ein paar Freunden…

Rafael: Wenn sich ein Kind das Leben nehmen will

Jetzt, wenn diesen Artikel schreibe, bin ich sehr traurig. Ein Junge aus dem Kinderheim und Drogenrehabilitationshaus Rafael wollte sich vor einigen Tagen das Leben nehmen. Das Schlimmste konnte - Gott sei Dank - verhindert werden! Der Abschiedsbrief des 14-Jährigen lässt nur erahnen, was ihn zutiefst in seiner Seele schmerzt. Er bittet Gott um Entschuldigung für das, was er sich antun will aber er halte die Traurigkeit nicht mehr aus.
Der Junge war in Schwierigkeiten verwickelt und musste zu seinem Schutz und zum Schutz der anderen Kinder das Rafael verlassen. Wo er jetzt seinen schwierigen Weg weiter gehen muss, können wir leider aus Sicherheitsgründen nicht sagen.
Wir danken Gott, dass der Junge seinen Selbstmordversuch nicht vollenden konnte! Doch nur weil er überlebt hat, ist die Sache noch lange nicht durchgestanden. Die Traurigkeit ist unendlich gross, wie es der Junge schreibt. Unendlich, unerträglich! Beten wir gemeinsam zu unserem Herrn, dass er den Hilferuf des Jungen erhör…

Kinderheim Rafael: Maisaussaat

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Bereits letztes Jahr hatten die Kinder mit Thomas Biaggi Mais angebaut, um verschiedene Arbeitstechniken zu erlernen. Dieses Jahr wird im Kinderheim Rafael sogar eine noch grössere Fläche bepflanzt. Wacker wurde der Boden vorbereitet, von Hand und mit Stieren gepflügt. Bei der Arbeit haben wir auch zwei Schlangen-Babies gefunden ;) Wenn man die Schlange an der Schwanzspitze aufhebt, kann sie nicht zubeissen, das sagt die Theorie (ich würde es trotzdem nicht wagen), aber die Kinder wachsen damit auf, Schlangen sind ganz normale Tiere hier.
Wir freuen uns, wie die Kinder mitmachen. Nicht immer sind alle gleich motiviert, das ist klar, aber sie geben alle ihr Bestes!


Auf der Baustelle, Teil 3

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Nachdem ich mir mit einem Nagel den Fuss verletz habe, darf ich eine kleine Baupause einlegen. Naja, es war halt schon abends um sieben und dunkel, als ich, mit letzten Kräften die Betonmischung fertig bringen wollte... Dumm nur, dass gerade ich den Platz vorher aufgeräumt hatte und somit niemand anderem die Schuld zuweisen kann ;) Aber immerhin bleibt so etwas Zeit, um wieder von der Baustelle zu berichten!

Um das Dach schnell wieder abdecken zu können (es ist Regenzeit!), haben wir entschieden, noch ein paar Baukräfte zu engagieren. So haben wir vier Männer für 2,3 Wochen angestellt, die uns tatkräftig unterstützen. Wir haben die Stahlträger gestrichen, verschweisst und das Dach schon zur Hälfte wieder oben! Da die Dächer hier aus Wellblech sind, geht das relativ schnell. Wir machen das Dach etwas grösser, als es vorher war, so entsteht ein neuer Essbereich und Platz für Gruppenarbeiten ausserhalb des Hauses. Dazu mussten wir drei neue Betonsäulen erstellen, jeweils über 4,5 Meter …