Weihnachtsabend 16.30, das Telefon läutet. Ein Mitarbeiter von uns ruft an und fragt: “Könnte Therese mich nach San Matias fahren, hab keinen Bus mehr und sollte zu meinen Eltern.“ Nach etwas überlegen stimmten wir zu. Zusammen fahren wir los.
Leider beginnt es schon dunkel zu werden. Wir nehmen an, dass es nicht so weit ist.
Die Strasse wird immer schlechter: Schlaglöcher, Holperpiste und keine Strassenbeleuchtung. Puhh!
Wir fragen mal scheu: “geht das noch weit“? „Ja“, ist die Antwort. Auf was haben wir uns da nur eingelassen? Die Sicht ist wirklich schlecht, Fussgänger am Strassenrand ohne Licht, die man erst im letzten Moment bemerkt, oder all die freilebenden Hunde, die sich auf der Strasse befinden. „Oh was ist den da vorne, das ist ja eine Kuh!“ Mit hupen geht vieles...
Zweimal führt uns die Strasse durchs Wasser. Unsere Benzinanzeiger geht langsam abwärts.
„Gibt es in San Matias eine Tankstelle?“ „Nein.“, ist die Antwort.
Oje!! Endlich sind wir da, welche Erleichterung.
Nun kommt der Rückweg. Wir beide haben schon ein mulmiges Gefühl. Wir bitten Gott, dass er uns beisteht und beschützt auf dieser Fahrt. Es hat kaum ein Auto unterwegs, nur die zwei waghalsigen Schweizerinnen. Zum Glück hat es keine Abzweigungen. Man konnte nicht mehr als 20 bis 30 km/h fahren, da die Strasse in sehr schlechtem Zustand war. Nach ca. zwei Stunden kamen wir zu Hause an. Gott sei Dank ist alles gut gegangen, sogar das Benzin hat gereicht!
Grüsse von Therese und Heidi
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