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Es werden Posts vom März, 2011 angezeigt.

Die öffentliche Schule am Ort

Mit einer guten Woche Verspätung sind unsere Jungs Mitte Februar in die Schule eingetreten. Das macht hier nichts aus, vieles ist in diesen ersten Wochen des neuen Schuljahres sowieso ungewohnt gelaufen. Da verschwindet plötzlich von einem Tag auf den anderen eine Lehrerin, wahrscheinlich wurden sie an einen andere Schule versetzt. Da heisst es dann umplanen und die 6 Klassen neu auf die 3 Lehrerinnen verteilen. Jede Woche fällt mindesten ein Tag aus, weil die Lehrer eine Reunion (Zusammenkunft) haben oder im Streik sind, einerseits, weil sie mehr Lohn fordern, anderseits, weil die Regierung alle Schulen privatisieren möchte. Das hätte zur Folge, dass sich die Armen gar keine Schule mehr leisten könnten, und das ist ein grosser Teil der Bevölkerung. Die Schulbücher müssen zusammengesucht werden, die Türen der Klassen stehen offen und die Kinder kommen oft heraus, um uns zu begrüssen, wenn ich Jael in den Kindergarten bringe. Die RaphaEL-Jungs kommen meistens erst eine halbe Stunde ver…

Eindrücke von Heidi Zwicky

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Es ist bald ein halbes Jahr, dass ich hier bin. Stellt Euch vor: ich hab das Visum erhalten! Am 14.03 war ein grosser Tag: 11 Kinder im Alter von 11 bis16 Jahren kamen zu uns ins RafaEl, unterdessen sind es schon 14. Die Kinder muss man einfach gern haben, obwohl sie völlige Schlitzohren sind! Sie nennen mich Abuela, Abuelita, oder Madre (Abuela heisst Grossmutter). Am Morgen gehen die Jungs meist zur Schule. Aber es gibt Tage da heisst es: Morgen ist keine Schule. Warum, weiss niemand so genau. Es ist ganz speziell die Kinder in ihren Schuluniformen zu sehen.
Es arbeiten eine Köchin und drei Einheimische Erzieher mit uns zusammen. Meine Arbeiten waren bis anhin: Waschen der Bett- und Frotteewäsche, Hosen Kürzen, Putzen, Basteln und spielen mit den Kindern. wenn die Köchin krank war habe ich gekocht. Wann immer es nötug war habe ich am Samstag und Sonntag und Abend beim Tagesprogramm mitgeholfen. Thomas Biaggi macht ein Programm mit den Kindern, sei es im Garten, etwas Neues erstellen (z.…

Ein ganz normaler Tag

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Hallo Miteinander Ich bin Thomas, ein 30jähriger und für hiesige (vielleicht auch Schweizer-) Verhältnisse ein bisschen verrückter „hombre“.
Mittlerweile sind es dreizehn Kinder im Heim. Ich berichte euch wie ein normaler Tag meines Lebens aussieht.
Spätestens um sechs Uhr in der Früh stehe ich auf und nütze die Stille, um mir einen Input im Internet anzuhören. Nach den täglichen Pflichten, der persönlichen Reinigung und dem Morgenessen, begebe ich mich auf den zweiminütigen Arbeitsweg Richtung casa RafaEL.

Um sieben Uhr, mittlerweile fast immer pünktlich, empfange ich meine drei honduranischen Mitarbeiter. Die erste halbe Stunde des Tages lernen wir spielen und singen. Inzwischen beherrschen sie UNO mit Spezialregeln und spielen es auch fleissig mit den Kindern. Ich habe mir fest vorgenommen, ihnen auch noch andere Spiele beizubringen. Die meisten Honduraner kennen das nicht und ich finde es sehr wichtig für die Kinder, dass sie eine Betreuung haben, die sich mit ihnen abgibt und das g…

Bilder von unseren Jungs

In der Fotogalerie findet ihr neue Bilder von unseren Rafael Jungs:

https://picasaweb.google.com/FotosCasaGirasol/UnsereRafaelJungs#

Neuanfang im RafaEL

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Liebe BlogleserEs ist an der Zeit wieder mal etwas zu erzählen aus dem Kinderheim Alltag. Schon zweieinhalb Wochen sind die 11 Kinder im Heim. Anfangs waren sie alle ziemlich ruhig und nun geht es sehr lebhaft her und zu. Morgens um halb sieben ist Frühstück, damit die Kinder um sieben in der Schule sind. Sie gehen gerne zur Schule. Zu Hause müssen die Jungs mithelfen alles reinigen, waschen, Schulaufgaben Sport, oder auch spielen. Auch das Arbeitsprogramm mit Thomas ist sehr beliebt er wird euch sicher bald darüber erichten. Im Moment sind die Jungs im „ Bändeli-Knüpf-Fieber“. Sie sind sehr geschickt darin und überraschen uns immer wieder mit neuen und ausgefallenen Muster. Die private Wäsche müssen die Kinder selber waschen, am Brunnentrog mit kaltem Wasser. Die Bettwäsche und Frottewäsche kann ich dank einem Ehepaar, das uns eine Waschmaschine gespendet hat, mit der Maschine waschen. Wir melden uns bald wieder.Liebe grüsse Heidi Zwicky