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Es werden Posts vom Dezember, 2011 angezeigt.

Zwei Frauen und ihr Taxidienst

Weihnachtsabend 16.30, das Telefon läutet. Ein Mitarbeiter von uns ruft an und fragt: “Könnte Therese mich nach San Matias fahren, hab keinen Bus mehr und sollte zu meinen Eltern.“ Nach etwas überlegen stimmten wir zu. Zusammen fahren wir los. Leider beginnt es schon dunkel zu werden. Wir nehmen an, dass es nicht so weit ist. Die Strasse wird immer schlechter: Schlaglöcher, Holperpiste und keine Strassenbeleuchtung. Puhh! Wir fragen mal scheu: “geht das noch weit“? „Ja“, ist die Antwort. Auf was haben wir uns da nur eingelassen? Die Sicht ist wirklich schlecht, Fussgänger am Strassenrand ohne Licht, die man erst im letzten Moment bemerkt, oder all die freilebenden Hunde, die sich auf der Strasse befinden. „Oh was ist den da vorne, das ist ja eine Kuh!“ Mit hupen geht vieles... Zweimal führt uns die Strasse durchs Wasser. Unsere Benzinanzeiger geht langsam abwärts. „Gibt es in San Matias eine Tankstelle?“ „Nein.“, ist die Antwort. Oje!! Endlich sind wir da, welche Erleichterung. Nun kommt …

Im Verschönerungsverein

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Ein Erlebnis ist der Besuch bei den Querubinas (das ist ein Haus mit 22 Mädchen von Alianza): Die Mädchen betteln immer wieder „wann kommst du zu uns?“. Nun endlich ich möchte mal meine Haare etwas schneiden (seid ich hier bin habe ich das nie gemacht). Eines der Mädchen hat sich anerboten mir die Haare zu schneiden, zuerst geht’s hinters Haus dort gibts einen Brunnen ein Kübel kaltes Wasser über den Kopf damit die Haare nass sind, dann ein Stuhl an der Sonne. Nun wird geschnitten und nochmals geht’s zum Brunnen, nochmals kaltes Wasser über den Kopf, damit man gut föhnen kann. Eine anderes Mädchen kam „Abuela ich möchte dir die Fingernägel machen“, oh je ich und rote Fingernägel - ok machen wir doch, dem Mädchen zuliebe. Es kommt aber noch besser! „Abuela und schminken möchten wir dich auch.“ Auch das noch, ach ja, wenn wir schon dran sind, warum nicht. Im ganzen bin ich ca. 3 Stunden geduldig dort gesessen und habe mich amüsiert, mit wie viel Liebe die Mädchen das gemacht haben. Zwisch…

Vortrag in Frick der Familie Biaggi

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Gegen 200 Personen folgten der Einladung der Familie Biaggi zu zwei Vorträgen nach Frick. Susan und Thomas berichteten von ihrem Leben als Missionare in Honduras. Seit Oktober 2010 sind sie für Casa Girasol im Einsatz. Im Rahmen ihres Heimaturlaubes zeigten sie Bilder, erzählten von den Herausforderungen, denen sie in der fremden Kultur begegnen, dem Engagement für die Strassenkinder und das Leben in der Gemeinschaft. Liebe, Vergebung, Gnade... das möchten Biaggis den Strassenkindern vorleben.

Familie Biaggi sucht zur weiteren Finanzierung ihres Missionseinsatzes Unterstützung. Spenden mit dem Vermerk "Biaggi" stehen der jungen Familie mit den beiden Kindern Jael und Levi für persönliche Ausgaben zur Verfügung.

Alexander Blum

Eine spezielle Busfahrt auf honduranisch...

Ich kam zur Busstation,wow da kommt gerade ein Bus in meine Richtung, den nehme ich.Wir fuhren weiter bis zur Metromall (das ist ein Einkaufscentner). Dort hielt er an und da ist es normal, dass er etwas länger hält, als bei andere Stationen. Aber diesmal war es anders.Der Chauffeur stieg aus,begab sich gemütlich ins Einkaufcenter, nach einer Weile kam er wieder heraus und war dabei sein Mittagessen zu essen. Er kam dann wieder zum Bus,aber von weiterfahren war überhaupt noch nicht die Rede, sondern gemütlich ass er sein Mittagessen weiter.Wir warteten sicher 20-30 Minuten im Bus bis er weiterfuhr. Niemand im Bus beklagte
sich,wegen dem Warten. Das ist Honduras live.Wenn man warten muss,dann wartet man halt...
Therese Zimmermann

Wie geht’s dem kranken Mami?

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Nun melde ich mich wieder mal. Ihr fragt euch sicher, wie es dem kranken Mami vom Blog Eintrag Oktober 2011 geht. Unterdessen hab ich diese junge Frau mehrmals besucht. Dank eurer Mithilfe kann ich sie unterstützen, so dass sie regelmässig in die Therapie gehen kann. Mit Hilfe von Gehstützen kann sie unterdessen 2 – 3 Schritte machen. Auch kann sie jetzt mit der finanziellen Unterstützung die Medikamente regelmässig einnehmen. Das nächste ist eine Untersuchung der Augen und dann evtl. eine Brille. Die Frau sieht wirklich sehr schlecht. Es ist immer sehr beeindruckend, in welch armen und traurigen Verhältnissen diese Familie lebt und sie sind so zufrieden und dankbar. Auch beeindruckend ist, wie rührend sich die Kinder (4, 6, und 12 Jahre) um die Mutter kümmern. Wenn ich zu Besuch komme, hör ich die kleinen schon von weitem rufen die "Abuela" kommt. Die Mama hat gemeint, wenn mein Junge der bei euch im Heim ist mal gross ist, muss er uns ein Haus bauen und dann wirst du Abuela mi…

Artikel in der Aargauer Zeitung